Drei Häuser-Paket

Es geht wieder rund! Seit fast zwei Monaten hebt sich auf den Bühnen des Residenztheaters, Gärtnerplatztheaters und der Bayerischen Staatsoper wieder der Vorhang für Sie. Um gemeinsam mit Ihnen das vielfältige Angebot der Münchner Kulturlandschaft zu feiern, haben wir erstmalig ein gemeinsames Paket entwickelt. Egal ob dramatische Opernklänge, Schauspiel oder fröhliche Operette. Lernen Sie die unterschiedlichen Häuser mit ihren jeweiligen Genres kennen und sparen Sie dabei auch noch 30 %. Die Buchung funktioniert ganz einfach: Suchen Sie sich Ihren individuellen Lieblingsplatz im jeweiligen Haus in der gewünschten Kategorie aus und freuen Sie sich auf einen Monat voller Emotionen! Die Ermäßigung für Schülerinnen, Schüler und Studierende erfolgt direkt bei der Platzauswahl.

Hamlet, © Birgit Hupfeld

Residenztheater, 23. November 2021, 19:00 Uhr

HAMLET

von William Shakespeare

Ein goldenes Zeitalter scheint mit dem Ableben des dänischen Königs ein Ende zu finden. Sein Nachfolger versucht die aufkeimenden Konflikte mit Diplomatie zu beschwichtigen, doch Prinz Hamlet will den Onkel als Thronfolger und neuen Mann der Mutter nicht akzeptieren. Während das Volk willens scheint, sich von der Illegitimität des neuen Machthabers überzeugen zu lassen, will Hamlet dessen Platz aber auch nicht einnehmen – und sabotiert so, vielleicht unbewusst, die tradierte Vorstellung der politischen Ordnung an sich. Ist Hamlet der legendäre Zauderer, der nicht genug Mut zum Handeln hat, oder findet er sich vor den Trümmern eines hoffnungslos veralteten Regierungssystems wieder? Sind die Verschwörungen und Intrigen, die er aufdeckt, das eigentliche Wesen der Politik als Theaterbühne – oder sind sie vielmehr Halluzinationen eines trauernden Sohns und politikverdrossenen Studenten?

Der Vetter aus Dingsda, © Christian POGO Zach

Gärtnerplatztheater, 6. Dezember 2021, 19:30 Uhr

DER VETTER AUS DINGSDA

Operette von Eduard Künneke

Vor sieben Jahren ist Roderich de Weert in die Fremde, nach »Dingsda« gezogen und hat seine schwer in ihn verliebte Cousine Julia zurückgelassen. Jetzt wird das verwaiste Mädchen volljährig und erbberechtigt – und Roderich hat endlich seine Rückkehr angekündigt! Klar, dass der Plan von Julias raffgierigem Onkel und dessen Gattin, ihr stattdessen ihren Neffen August Kuhbrot als Ehemann anzupreisen, bei der jungen Dame auf keinerlei Gegenliebe stößt. Als aber nach und nach zwei »Fremde« auftauchen, wird das Gefühlsleben aller Beteiligten ganz gehörig auf die Probe gestellt!

Nichts weniger als ein Meisterwerk der Berliner Operette gelang Eduard Künneke 1921, zu Beginn der Goldenen Zwanziger, mit der Uraufführung dieser spritzigen Musikkomödie, die den Trend nach Exotismus gehörig auf die Schippe nimmt und dabei mit Ohrwürmern wie »Onkel und Tante, ja das sind Verwandte«, »Ich bin nur ein armer Wandergesell’« und natürlich »Strahlender Mond« aufwartet.

L’elisir d’amore, © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper, 11. Dezember 2021, 18:00 Uhr

L`ELISIR D`AMORE

Melodramma von Gaetano Donizetti

Viel Abwechslung bietet das triste Leben in dem kleinen anakreontischen Dorf nicht, das der Komponist Gaetano Donizetti und sein Librettist Felice Romani zeichnen – die einzige Perspektive außerhalb der kleinen Welt scheint die Illusion eines heldischen Soldatenlebens, auch wenn das den Tod bedeuten könnte.

Doch was ein Fläschchen Bordeaux alles bewirken kann: Der verschüchterte Nemorino dreht in seinem Werben um Adina richtig auf als er den vom Wunderdoktor Dulcamara als Liebeselixier verkauften Wein trinkt. Und prompt wirkt der Trank, Nemorino wird zum Draufgänger und würde lieber im Krieg sterben als seine geliebte Adina in den Händen des Soldaten Belcore zu wissen. Die ehrgeizige Adina kann dem Charme des wagemutigen Nemorino nicht widerstehen – und selbst Dulcamara wundert sich, welche Energie und Verwandlungskunst sein Betrug freisetzt: Die traurige Welt voll wehmütiger Sehnsucht ist plötzlich voll Farbe und Phantasie. Und dem Zuschauer bleibt Hoffnung, auch ihn könne die Musik mit all ihrer Poesie verwandeln.